"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 

Die Scheidung

 

„Das Verhassteste vom Erlaubten ist bei Allah die Scheidung“

(Abu Dawuud)

 

Die Scheidung ist erlaubt

- wenn eines der Ehepartner seine religiösen Pflichten nicht nach kommt 

(z.B. Das Gebet)

- wenn eines der Partner den Geschlechtsverkehr verweigert

- wenn das Paar sich nicht mehr verträgt  

Die Scheidung ist verboten

- während der Menstruation

- während der Entbindungszeit

- nach dem Geschlechtsverkehr

- wenn man die Scheidung dreimal zugleich ausgesprochen hat  

„Und wenn beide Seiten sich trennen, wird Allah jeden aus seiner Fülle bereichern“.

(Quran 4:130)

 

Die Scheidung ist immer der letzte Ausweg. Bevor man diesen Schritt unternimmt, soll man jede Möglichkeit nutzen zu schlichten und sich wieder zu vertragen.

In einer Geschichte wird zählt, dass mal ein alter Mann gefragt wurde, der schon über 40 Jahre mit seiner Frau verheiratet ist, wie es denn kommt, dass die Ehe solange gehalten hat. Er sagte: „Ich komme aus einer Zeit, in der Kaputtes repariert wurde und nicht weggeschmissen!“

In der heutigen Zeit existiert sogar das Wort „Blitzscheidung“. Da fragt man sich doch:“ Wo ist die Ernsthaftigkeit mit der Ehe geblieben?“.

 

Umar Ibn Al-Khattab رضي الله عنه sagte zu einem Mann, der vornahm, sich von seiner Frau scheiden zu lassen:„Warum möchtest du dich von ihr scheiden lassen?“.
Er sagte: „Ich liebe sie nicht.“
Umar رضي الله عنه sagte: „Und muss denn jedes Haus auf Liebe gebaut sein? Was ist mit Treue und Wertschätzung? Oder hat dich irgendwer dazu gezwungen, sie zu heiraten, als du sie geheiratet hast?“
Dann hielt er eine Ansprache und sagte:
„Ihr Männer! Wenn wir eine Ehe eingehen, dann geben wir unseren Frauen ein ernstes Gelöbnis! Eine Frau trägt Kinder aus und geht durch harte Zeiten der Schwangerschaft und der Schwäche! Sodann stillt sie die Jungen und kümmert sich nächtelang wachsam um die Kranken, während sie ihnen Trank und Nahrung gibt. All dies geht auf Kosten ihrer Gesundheit und Jugend!
Wie fair ist es dann, wenn ihr Ehemann sie in ihrem fortgeschrittenen Alter verlässt? Hätte sie sich nicht um die Angelegenheiten ihres Hauses und ihrer Familie gekümmert und sich stattdessen nur um sich selbst und um ihre körperliche Erscheinung und Schönheit gekümmert, dann hätte ihr Mann gesagt: ‚Welch schlechte Hausherrin und Mutter sie doch ist!‘
Wohin also mit ihr? Wo bleiben Rechtschaffenheit und Treue? Fürchtet Allah im Umgang mit euren Frauen!“

(Aus: Al-Bayan wa at-Tabayeen, 2/101; Faraid al – Kalam, p.113)