"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 

Sexualität

 

- findet innerhalb der Ehe statt

 

Das Ziel ist der Erhaltung der Menschheit, zur Schadensabwehr des Verbleibs von Sperma im Körper des Mannes und zur Befriedigung der Lust.

Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. So kommt zu eurem Saatfeld, wann und wie  ihr wollt. Doch schickt (Gutes) für euch selbst voraus. Und fürchtet Allah und wisst, daß ihr Ihm begegnen werdet. Und verkünde den Gläubigen frohe Botschaft.

(Quran 2:223)

 

Das Saatfeld ist etwas, was man nur mit besonderer Vorsicht begeht, damit man nichts zerstört und die Befruchtung (so Allah will) erfolgreich ist. Der Mann darf zu jeder Tages- und Nachtzeit mit der Frau Geschlechtsverkehr haben, jedoch nur vaginal. Er darf von vorne und von hinten in die Vagina eindringen.

Verboten ist der Verkehr, wenn die Frau ihre Menstruation hat oder im Wochenbett ist. Das Wochenbett ist die Zeit nach der Geburt, die ca. 40 Tage mit Blutungen einher geht.

 

Sie fragen dich nach der Monatsblutung. Sag: Sie ist ein Leiden. So haltet euch von den Frauen während der Monatsblutung fern, und kommt ihnen nicht nahe, bis sie rein sind. Wenn sie sich dann gereinigt haben, so kommt zu ihnen, wie Allah es euch geboten hat. Allah liebt die Reumütigen, und Er liebt die, die sich rein halten.

(Quran 2:222)

 

Es ist wertvoll vor dem Akt Zärtlichkeiten auszutauschen. Das Liebkosen des Geschlechtsteil mit der Zunge ist nicht verboten, jedoch Geschmackssache und eine Frage der Neigung. Einige Gelehrte lehnen dies ab, da bei Erregung bei Frau und Mann eine Lustflüssigkeit aus der Scheide bzw. Glied kommt , die auch Bakterien enthalten kann, bei denen es zu Geschlechtskrankheiten kommen kann, wie Herpes oder Syphilis.

Der Geschlechtsverkehr gilt als vollzogen, wenn die Eichel (Spitze) des Penis in die Vagina eindringt. Nach dem Verkehr macht man den Ghusl, die Ganzkörperwaschung (gemeinsam oder getrennt). Es ist angenehm oder leistungsfördernd, wenn man mehrmals miteinander Geschlechtsverkehr haben will, zwischendurch den Ghusl oder den Wu`du (rituelle Reinheit) zu machen.  

Maimuna, (ALLAHS Wohlgefallen mit ihr) Gattin des Propheten, 'Allahs Segen und Heil auf ihm, berichtete:

"Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, wusch sich genauso wie für das Gebet, mit Ausnahme seiner beiden Füße, danach wusch er seinen Genitalbereich und säuberte ihn gründlich dann goss er reichlich Wasser über sich, rückte etwas von der Stelle und wusch seine beiden Füße. Das war sein Ghusl nach dem Geschlechtsverkehr."

(Sahih Al-Bucharyy Nr. 024)

 

Da es beim Geschlechtsverkehr auch um die Zeugung geht, soll man zur Verhütung den Coritus Interruptus machen. Der Mann zieht dazu sein Glied kurz vor dem Samenerguss aus der Scheide.

Da es heutzutage auch die Pille gibt, Vaginalschaum, Scheidendiaphragma und Muttermundkappe, Ovulationshemmern, darf man auch darauf zurückgreifen.

Endgültige Empfängnisverhinderung durch Kastration oder Sterilisation ist verboten. Es sei denn, es liegt ein medizinisch wichtiger Grund vor.  Die Spirale ist verboten, da diese nicht der Befruchtung entgegenwirkt, sondern der Einnistung des befruchteten Eis.  

Analverkehr ist verboten.  

„Derjenige, der mit seiner Frau anal verkehrt, ist verflucht.“

(Abu Dawud 2157)


Der Ehebruch (Zina)

 

Was ist Zina?

- Geschlechtsverkehr in die Vagina

- die Unzucht muss innerhalb einer Ehe stattfinden, mit einem Nichtehepartner

- das Paar muss bei Verstand sein (geistig gesund)

- Geschlechtsverkehr ausserhalb der Ehe (beide unverheiratet)

 

Eine Frau und ein Mann, die Unzucht begehen, geißelt jeden von ihnen mit hundert Hieben. Laßt euch nicht von Mitleid mit ihnen beiden angesichts (der Rechtsbestimmungen) der Religion Allahs ergreifen, wenn ihr an Allah und den Jüngsten Tag glaubt. Und es soll bei (der Vollstreckung) der Strafe an ihnen ein Teil von den Gläubigen zugegen sein.

(Quran 24:2)

 

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Ein Mann kam zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, während er sich in der Moschee aufhielt, und rief ihm zu: „O Gesandter Allahs, ich beging Unzucht!“ Da wandte sich der Prophet von ihm ab. Als der Mann aber die Zeugenaussage viermal gegen sich selbst geleistet hatte, ließ ihn der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, zu sich näher kommen und fragte ihn: „Bist du geisteskrank?“ Der Mann sagte: „Nein!“ Der Prophet fragte ihn weiter: „Bist du verheiratet?“ Der Mann antwortete: „Ja!“ Darauf sagte der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm: „Nehmet ihn dann und steinigt ihn!“

(Sahih Al-Bucharyy Nr. 681)

 

Die Strafe bleibt aus

- bei versehentlichem Geschlechtsverkehr mit einer Frau, von der man dachte, sie wäre die Ehefrau

- wenn der Ehevertrag nicht richtig war, man es aber nicht wusste

- wenn die Eheschließung umstritten war

- wenn man sich des Verbot der Zina nicht sicher war

- bei gewaltsamen Verkehr (Vergewaltigung)

 

Homosexualität fällt auch unter Zina und wird mit dem Tode bestraft. Allerdings sind sich die Gelehrten uneinig, ob die Täter von einem hohen Haus geworfen werden oder gesteinigt.

 

Muhammad ibn ‘Amr as-Sawwâq berichtete uns: ‘Abdal‘azîz ibn Muhammad berichtete uns von ‘Amr ibn Abî ‘Amr von ‘Ikrima von Ibn ‘Abbâs, der sagte: Der Gesandte Gottes sagte:

„Wenn ihr einen findet, der das tut, was das Volk Lots getan hat,

so tötet den Tuenden und den, mit dem es getan wird.”

(at-Tirmidhî Hadîth Nr. 1460)

 

„Allah wird denjenigen Mann nicht anschauen, welcher Geschlechtsverkehr mit einem Mann oder einer Frau in den Anus praktizierte.“

(Ibn Majuh)


Und (Wir sandten) Lut, als er zu seinem Volk sagte: „Wollt ihr denn das Abscheuliche begehen, wie es vor euch niemand von den Weltenbewohnern begangen hat? Ihr lasst euch doch wahrlich in Begierde mit den Männern ein anstatt mit den Frauen. Aber nein! Ihr seid maßlose Leute.

(Quran 7:80-81)

 

Laßt ihr euch etwa mit Männern unter den Weltenbewohnern ein und lasst, was euer Herr für euch an Gattinnen erschaffen hat, stehen? Aber nein! Ihr seid Leute, die Übertretungen begehen."

(Quran 26:165-166)

 

Da das Volk von Sodom nicht auf die Wahrung von Lut hörte, verließ Lut mit seiner Familie die Stadt, außer seine Frau. Seine Frau wurde mit den anderen Ungläubigen durch ein Erdbeben und Steinregen getötet. Sodom war die erste Stadt, in der Homosexualität herrschte. Die Geschichte wird auch im Tanach, der hebräischen Bibel, und in der Lutherbibel erzählt.

 

Jedoch Obacht.

„Vermeidet die sieben zerstörenden Sünden.“ Unter den sieben zerstörenden Sünden ist „Das Verleumden von unschuldigen, keuschen, unachtsamen und gläubigen Frauen.“

Wer nicht vier männliche Zeugen für seine Behauptung finden kann, wird bestraft werden.