"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 


Islamische Rechtswissenschaft

 

Im Arabischen nennt man das Fiqh. Fiqh bedeutet Verständnis, Erkenntnis oder Einsicht. Damit ist der Weg der islamischen Rechtsfindung gemeint, deren Herkunft aus Quran und Sunna geschöpft wird. Im Islam gibt es keine Trennung zwischen weltlichen Ansichten und religiösen Ansichten. Fiqh ist eine Wissenschaft, die alle Bereiche des öffentlichen und privaten Leben erklärt. Das Ergebnis ist die Scharia, das islamische Gesetz.

Ein Mensch, der sich mit Fiqhthemen beschäftigt, nennt man Faqih. Der Faqih ist eine Person, die sich damit beschäftigt, wie man einen Weg findet, islamisches Recht zu sprechen.

 

Die Scharianormen sind:

 

Fard, wagib, Faridah, Pflicht

Hierbei geht es um eine Pflicht, die unbedingt zu erfüllen ist. Erfüllt man die Pflicht nicht, wird man bestraft.

Dabei geht es zum Beispiel um die Gebetspflicht, die an eine Person, Zeit und die Handlung gebunden ist. Es ist die Pflicht eines Muslim zu beten. Diese Pflicht ist nicht ersetzbar durch eine andere Pflicht. 

 

Haram- verboten

Das ist eine Handlung, die uns der Gesetzgeber verboten hat.

Wenn man etwas Verbotenes macht, wird man bestraft. Wenn man etwas Verbotenes unterlässt, wird man belohnt

 

Mandub, Sunna, mustahab, empfehlenswert

Für eine Sunnahandlung wird man nicht belohnt, jedoch wird man zur Rechenschaft gezogen, wenn man sie unterlässt.

 

Makruh- verwerflich

Das sind Handlungen, die vom Gesetzgeber nicht verpflichtend sind zu unterlassen, jedoch ist es besser die Handlung nicht zu begehen. Es gibt zwei Gelehrte, die diesen Begriff auch für haram benutzen. Das sind Imam Ahmad und Imam Schafi.

Makruh kann auch eingesetzt werden für eine Tat, bei der es besser wäre, sie zu unterlassen.

 

Mubah- erlaubt

Für diese Tat wird man weder gelobt noch gestraft. Es geht dabei um Dinge, die weder angeordnet werden noch verboten sind. Es gibt audrücklichte Texte im Quran, in denen eine Erlaubnis ausgesprochen wird.

„Erlaubt ist euch, in der Nacht des Fastens mit euren Frauen Beischlaf zu üben.“ (Quran 2:187)