"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 


Die Sira

Das Leben des Propheten Muhammad, Friede und Segen auf ihn


570 - 610 n.Chr.

Im ersten Teil der Geschichte geht es darum zu erklären, was es bedeutet in Stämmen zu leben und wie die Handelsgeschäfte untereinander liefen.

Muhammad, Friede und Segen auf ihn, wurde als Waisenkind im Jahr 671 n.Chr. geboren und kam als Baby, wie es damals üblich war, in einen Beduinenstamm zu der Amme Halima. Mit fünf Jahren kehrte er zurück zu seiner Mutter Amina. Als diese ein Jahr später starb, wird er zunächst von seinem Großvater Abdul- Muttalib aufgezogen. Kurz vor dem Tode Abdul- Muttalibs, zwei Jahre später, kam Muhammad, Friede und Segen auf ihn, zu Abu Talib, seinem Onkel. Als Kind hütetet Muhammad, Friede und Segen auf ihn, Schafe und Ziegen. Mit ca. 12 Jahren lernte er zu handeln und fuhr mit seinem Onkel Karawanen nach Syrien. Als Muhammad, Friede und Segen auf ihn, 25 Jahre alt war, wurde er von der reichen Kaufmannswitwe Chadidscha angeworben, für sie Waren nach Syrien zu bringen. Etwas später heirateten er und Chadidscha. Sechs Kinder gingen aus der Ehe hervor, wobei die Jungen bereits als Kleinkind starben. Es wird von der Überschwemmung an der Kaaba erzählt, bei der es notwendig war, die Kaaba ab den Grundmauern wieder neu aufzubauen.  Muhammad, Friede und Segen auf ihn, setzte den schwarzen Stein wieder in die Kaaba ein. Die Kaaba war damals eine Lagerstätte der Götzen von den Stämmen aus der Umgebung. Mit vierzig Jahren erhielt Muhammad, Friede und Segen auf ihn, die erste Offenbarung in der Höhle Hira.


610- 622 n.Chr.

Nachdem der Prophet die erste Offenbarung erhielt, war er sehr erschrocken, da er sich erst an seine Prophetie gewöhnen musste. Die ersten Personen, die den Islam annahmen, waren Chadidscha, Ali und Abu Bakr. Es wird erklärt, wie die Offenbarungen herab gesandt wurden und bewahrt. Damals war es üblich, Texte eher auswendig zu lernen als sie aufzuschreiben. Wenn Text aber aufgeschrieben wurde, wurde auf vergängliche Materialien geschrieben, die solange hielten bis der Text auswendig gelernt war. Es wird auch erklärt, wie die Sunna des Propheten durch Hadithe übermittelt und schriftlich bewahrt wurde. Besonders bei den Hadithen und auch bei dem Quran war es wichtig, wahrheitsgemäß zu überliefern.

Muhammad, Friede und Segen auf ihn, wurde wegen seinem Eingottglauben von den Götzendienern bekämpft. Einige Menschen baten daher nach Abessinien auswandern zu dürfen. Die Muslime wurden von dem Negus, Herrscher, aufgenommen. Etwas später wurde der Negus selbst Muslim. Nach all den Verwirrungen um die erste Auswanderung wurde über die Familie Bani Haschim und Bani Abdul- Muttalib ein Boykott verhangen, der erst drei Jahre später beendet sein sollte. Kurz danach starben Abu Talib und Chadidscha. Diese Zeit wird als das Jahr der Trauer bezeichnet. Im Jahr 622 n. Chr. fand die Nachtreise nach Jerusalem statt, bei der Muhammad, Friede und Segen auf ihn, mit einem Buraq auf die Reise ging, die sich wie ein Traum abspielte, jedoch tatsächlich wahr war. Etwas später wanderten Muhammad, Friede und Segen auf ihn, und Abu Bakr nach Yathrib aus, da die Lebensumstände in Mekka unerträglich wurden. Abu Bakr und Muhammad, Friede und Segen auf ihn, wurden freudig empfangen. Muhammad, Friede und Segen auf ihn, fand durch die Auswahl des Sitzplatzes seiner Kamelstute Qaswa den Platz, an dem sein Haus stehen sollte.


622- 627 n.Chr.

Muhammad, Friede und Segen auf ihn, gründete in Medina mit dem Bau einer Moschee einen islamischen Staat. In der Moschee sollte der Islam gelehrt und wichtige politische Dinge besprochen werden. In dieser Zeit wurde ein schriftlicher Vertrag verfasst, der es allen Glaubensgruppen ermöglichte, friedlich im Sinne des Gemeinwohl zusammen zu leben.

Abu Sufyan, der Führer der Quraisch in Mekka, war mit einer Karawane unterwegs, die Muhammad, Friede und Segen auf ihn, abfangen wollte, um die enteigneten Vermögen aus Mekka zurück zu erobern. Abu Sufyan erreichte Mekka ohne angegriffen zu werden, jedoch kam es  mit einer entgegen kommenden Gruppe zur Schlacht in Badr.

Ein Jahr später wollten die Mekkaner sich an Muhammad, Friede und Segen auf ihn, rächen und es kam erneut zu einer Schlacht. In der Schlacht von Uhud gab es keine Gewinner. Hamza, der Onkel Muhammads, Friede und Segen auf ihn, wurde in der Schlacht von Uhud von einem abessinischen Sklaven getötet. Die nächste, sehr wichtige Schlacht fand in Medina statt und wurde die Grabenschlacht genannt. Es gab innerhalb der Festung in Medina einen Kampf, der durch den Verrat der Bani Quraida erbracht wurde. Nach dem sich die Belagerung auflöste, wurden die Männer der Bani Quraida hingerichtet und die Frauen und Kinder gefangen genommen. Das Vermögen wurde aufgeteilt.


628- 630 n.Chr.

Das Wichtigste an der Zeit in Medina war, dass bestimmte Gesetze langsam in Kraft traten. Der Gebetsruf wurde beschlossen und von Bilal, einem ehemaligen Sklaven, ausgerufen. Es wurden durch den Koran Verbote, Gebote und Erlaubnisse an die Menschen gegeben. Die islamischen Gottesdienste wurden eines jeden Muslim Pflicht. Es wird erklärt, was das Wort Scharia bedeutet und wie man zur islamischen Rechtsfindung kommt. Eine sehr wichtige Geschichte ist die Geschichte um Aischas Kette, die sie während einer Pause in einem Karawanenzug verlor. Es gab Beschuldigungen, die durch eine Offenbarung im Koran entwirkt wurden. Im Jahr 628 n.Chr. wurde der Friedensvertrag in Hudaibiya beschlossen. Dieser Vertrag ermöglichte es Muhammad, Friede und Segen auf ihn, im Jahr 630 n.Chr. Mekka friedlich einzunehmen. Muhammad, Friede und Segen auf ihn, zerstörte an und um die Kaaba 360 Götzen. Abu Sufyan, einer der erbittersten Feinde Muhammads, Friede und Segen auf ihn, nahm, wie die meisten Mekkaner, den Islam an.

Kurz danach lud Muhammad, Friede und Segen auf ihn, Nachbarländer mittels Briefen ein, sich seinem Glauben anzuschließen. In dieser Zeit bekam Muhammad, Friede und Segen auf ihn, von dem Ägyptischen König Muqawqis zwei Sklavinnen geschenkt. Eine von beiden hieß Maria, eine christliche Koptin, die er heiratete und die ihm später einen Sohn namens Ibrahim gebar. Ibrahim starb zwei Jahre später bei einer Sonnenfinsternis


631- 632 n.Chr.

Die Christen und Juden wurden von den Muslimen zu einer gleichberechtigten Religionsgemeinschaft anerkannt. Jedoch sollten die Juden und Christen anstatt des Zakat, der Armenabgabe, den Dschiyas zahlen.

Im Jahr 632 n.Chr. hielt Muhammad, Friede und Segen auf ihn, die Abschiedspredigt auf dem Berg Arafa. Er erklärte bei dieser Rede die wichtigsten Prinzipien des islamischen Zusammenlebens und beteuerte dabei immer wieder, es gesagt zu haben. Am Ende sagte er, es wäre wichtig, alles, was er gesagt hatte, weiter zu geben. Zurück in Medina starb Muhammad, Friede und Segen auf ihn, zwei Monate später im Beisein Aischas an einer Krankheit.

Da mit dem Tode Muhammads, Friede und Segen auf ihn, es keinen Nachfolger in religiöser Weise geben konnte, brauchte man einen politischen Nachfolger. Nach Verhandlungen wurde Abu Bakr als erster Kalif gewählt. Die Kalifen regierten anhand der Rechtsprechung aus Quran und Sunna. Nach den Jamama- Kriegen wurde es wichtig, den Quran, die Rezitationen schriftlich festzuhalten. Abu Bakr sammelte die Verse zu einem Suhuf, einem Buch ohne Einband zusammen. Unter Uthman schließlich entstand die heutige Version des Quran. Der Mushaf Uthman- ein im Band gedundenes Buch. Umar Ibn Al Chatab wurde zweiter Kalif und Ali Ibn Talib war der vierte und letzte Kalif.    

Schon damals, zu Zeiten der Kalifen, verbreitete sich der Islam in Spanien, Indien, Asien, Byzanz und Persien. Heute ist der Islam eine der größten Religionsgemeinschaften mit einer Milliarden Gläubigen.